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Brauner Rum | Gereifte Rums für die Home Bar

Unterteilt man Rum nach Farben, dann ist Brauner Rum klar die größere Kategorie gegenüber dem weißen Rum. Klar, den sieht man mindestens genauso häufig in der Cocktail-Bar hinter der Theke, weil er eben unerlässlich ist zum Mixen. Aber schaut man sich die geschmackliche Bandbreite und die Menge an spannenden Brands an, dann hat brauner Rum klar die Nase vorn. Wahrscheinlich hat er deshalb auch so viele Namen: Dunkler Rum, Goldener Rum und Gereifter Rum beschreiben alle dieselbe Rum-Sorte. Wobei „Sorte“ dann eigentlich schon zu viel gesagt ist – schließlich ist kaum eine Spirituosen-Kategorie aromatisch vielseitiger, höchstens Gin kann da noch mithalten.

Deshalb stellt Gereifter Rum auch eine der größten Sparten im Tastillery-Shop dar. Bei uns findet Ihr braunen Rum aus großen Rum-Nationen wie Jamaica, Barbados oder Kuba, aber natürlich auch spannende Geheim-Tipps aus Australien, El Salvador, Mauritius und natürlich Deutschland. Besonderheiten wie gereifte Infused und Botanical Rums dürfen natürlich auch nicht fehlen. Seid Euch sicher – wenn Ihr meint, dass in Eurer Rum Home Bar eine Lücke klafft, haben wir den richtigen Braunen Rum, um sie zu füllen. Aber was genau zeichnet diesen Rum denn nun aus?

+ WIE WIRD BRAUNER RUM HERGESTELLT?

Alle Rum-Sorten werden aus Zuckerrohr destilliert, das entweder als Melasse oder frischer Saft vergärt wird. Manchmal benutzt man auch Zuckerrohrhonig, eine Art Sirup – wichtig ist nur: Zuckerrohr ist die Basis für wirklich jeden Rum. Nach der Vergärung wird der Rum destilliert, je nach Herkunftsland und Stil in Column Stills oder Pot Stills. Bei dieser Destillation entsteht weißer Rum und zwar wirklich immer – denn aus der Destillieranlage kommen alle Spirituosen zunächst absolut farblos.

Seine Farbe bekommt der Rum erst durch eine Reifung im Holzfass. Anders als beim Whisky gibt es keine Vorschriften über die Dauer dieser Reifung – entsprechend darf sich also eigentlich jeder Rum „Gereift“ nennen, der für ein paar Tage ein Eichenfass von innen gesehen hat. In den meisten Rum-Ländern gibt es auch keine festen Regeln für die Altersangabe. Meistens dürfen die Hersteller den ältesten Anteil eines enthaltenen Rums auf die Flasche schreiben. Um sich abzuheben geben viele Rum-Marken deshalb inzwischen sehr genau Auskunft darüber, wie lange ihre gereiften Rums in welchen Fässern lagerten und wo. Dabei fallen einige Begriffe, die wir Euch hier kurz erklären möchten:

Kontinentale Reifung & Tropische Reifung: Gerade bei älteren Rums mit Jahreszahlen ab 7 aufwärts fragen Rum-Nerds gerne mal nach – „Wo wurde der denn gereift?“. Lagert ein Rum nämlich in seinem karibischen Heimatland, reift er dank hoher Luftfeuchtigkeit und Hitze deutlich schneller, es passiert viel mehr im Fass. Dann spricht man von tropischer Reifung. Kontinentale Reifung dagegen bedeutet, der Rum reifte später in Europa. Das ist erstmal nichts Schlechtes, durch das kühlere Klima verändert sich der Spirit in dieser Zeit nur weniger oder vielmehr: anders. Viele Hersteller kombinieren kontinentale und tropische Reifung für ein perfektes Ergebnis.

Single Cask oder Einzelfassabfüllung: Normalerweise werden für die Abfüllung eines Rums viele Fässer zusammengeschüttet, dahinter steckt eine halbe Wissenschaft und meistens auch ein erfahrener Master Blender. Manchmal findet ein Rum-Abfüller aber ein einzelnes Fass so unglaublich gut und charakterstark, dass er es einzeln abfüllen will – dann prangt der Begriff „Single Cask“ auf der Flasche. Dieser Rum kommt dann nur ein einziges Mal in dieser Form, man füllt den Inhalt auf ein paar 100 Flaschen ab und wenn die weg sind, war’s das.

Cask Strength oder Fass-Stärke-Abfüllung: Rum lagert mit der Alkoholstärke im Fass, mit der er destilliert wurde – das ist nur ganz selten eine gerade Zahl wie 40% und meistens auch deutlich höher, oft haben Rums im Fass 65 bis 70 Volumenprozent Alkohol. Um das abzumildern, verdünnt man den Gereiften Rum mit Wasser auf die sogenannte Trinkstärke, das passiert auch bei vielen Single Casks. Will der Abfüller den Rum aber genauso, wie er im Fass ist, verzichtet er auf diesen Schritt – dann haben wir eine Cask Strength-Abfüllung, auch Fassstärke-Rum genannt. In dem Zusammenhang hört man übrigens auch oft von Navy Strength Rum – diese Rums haben über 57% Alkohol – und Overproof Rums, die dann weit über 60% gehen. Die sind meist trotzdem verdünnt, nur eben nicht besonders stark.

Solera: Ein Begriff aus der spanischen Sherry-Herstellung. Dabei werden über ein komplexes Pyramiden-System Sherrys verschiedenen Alters miteinander vermengt. Aus der untersten Reihe des Systems, der eigentlichen Solera, wird die Hälfte abgefüllt und das Fass anschließend mit Sherry aus der darüberliegenden Reihe aufgefüllt. Diese halbleeren Fässern wiederum werden mit Sherry aus den Fässern der obersten Reihe aufgefüllt, in die danach frischer, ungereifter Sherry kommt. Die oberen Reihen nennt man Criaderas, zu Deutsch Kinderstuben. Der Spaß daran? In jeder Abfüllung sind Anteile von Sherrys enthalten, die viele Jahrzehnte alt sind, trotzdem ist die Herstellung effizient und das Produkt konstant. Solera Rums setzen für ihre Reifung auf sehr ähnliche Systeme, bauen aber nur sehr selten echte Soleras wie in Spanien auf.

XO: Der Ausdruck steht für Extra Old und stammt eigentlich aus der Cognac-Produktion. Der französische Rhum Agricole von der Insel Mauritius benutzt ein sehr ähnliches Alterssystem, deshalb ist bei dieser Rum-Sorte streng geregelt, dass XO-Rums mindestens 6 Jahre alt sein müssen. Rums aus anderen Ländern bedienen sich daher oft der XO-Benennung, halten sich aber nicht zwangsläufig an dieselben Regeln. Allerdings ist uns noch kein XO-Rum untergekommen, der jünger gewesen wäre als diese 6 Jahre – bei uns im Tastillery-Shop bedeutet XO also auch wirklich Extra Old.

+ WOFÜR BRAUCHE ICH BRAUNEN ODER GEREIFTEN RUM?

Guten braunen Rum kann und sollte man aus Tumblern und Nosing-Gläsern pur genießen, ganz genau wie einen guten Whisky. Das gilt vor allem für edle Einzelfassabfüllungen – wenn Ihr Euch davon eine in die Home Bar holt, solltet Ihr all ihre Nuancen auskosten und ausgiebig mit Euren besten Drinking Buddies diskutieren, wer was aus diesen luxuriösen Tropfen herausschmeckt.

Aber auch wenn eigentlich der Weiße Rum als Liebling der Mixologen gilt, lassen sich damit auch diverse großartige Drinks mixen – viele klassische Cocktails und Tiki-Drinks verlangen sogar explizit nach bestimmten gereiften Rums. Ein Mai Tai ohne braunen Jamaica Rum wäre beispielsweise undenkbar. Aber auch ein Planter’s Punch, Dark & Stormy, Old Cuban oder der sagenumwobene Zombie setzen auf gereiften Rum, dessen Fass-Noten diesen Drinks den letzten Schliff verleihen.

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