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Was ist Whisky? – Wir erklären dir alles Wissenswerte

Whisky trinken ist für viele die schönste Nebensache der Welt. Ob an der Bar, im Steakhaus, in gemütlicher und leicht angegrauter Runde mit Freunden, rough im Plastikbecher oder mit Smoking auf dem alten Chesterfield Ledersofa – Whisky hat Seele und Charakter. Genau wie seine Fans. Wir als Entdeckungsservice für exklusive Spirituosen haben hier im Shop einige der besten Whiskys und dazu passenden Infos für euch zusammen-getragen – von Tipps und Empfehlungen zum Whisky Tasting, dem Mischen mit Wasser, über Rezepte und Empfehlungen zum Essen, bis hin zu Infos zur Geschichte und über die Herstellung von Whisky.

Wie wird Whisky hergestellt?

Auch wenn sich der Grundstoff und Destillation je nach Whisky-Art voneinander unterscheiden kann, ähnelt sich der gesamte Prozess doch weitestgehend, egal ob nun auf Basis von Gerste, Mais, Roggen oder Weizen gebrannt wird. Wir haben für euch einmal die wesentlichen Schritte festgehalten. 
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  1. Mälzen: Das Getreide wird befeuchtet, so dass zu keimen beginnt und das so genannte Grünmalz entsteht. Bei diesem Prozess werden die im Getreide enthaltenen Stärken in Malzzucker (Maltose) umgewandelt. Um die Keimung zu stoppen und die Haltbarkeit zu gewährleisten, trocknet man das Getreide anschließend (Darren). In manchen Regionen Schottlands verwendet man zum Trocknen Torf, welcher dem Whisky einen rauchigen Charakter verleiht.
  2. Schroten: Direkt vor der Weiterverwendung wird das Malz geschrotet, d.h. grob gemahlen.
  3. Maischen: Das frisch geschrotete Getreide wird mit heißem Wasser in einen Maischbottich gegeben und vermischt. Bei diesem Prozess der lösliche Zuckeranteil, auch Würze genannt, herausgelöst.
  4. Gären: die Würze wird nach dem Abkühlen mit Hefe in einen Gärtank gegeben, wo es zur Fermentation kommt und die verschiedenen Zucker in Alkohol umgewandelt werden. Die nach der Vergärung entstandene Maische hat einen Alkoholgehalt von 6-8%.
  5. Brennen: auf die Vergärung folgt die Destillation wie das Amen in der Kirche auf das Vater unser. Und wirklich haben die traditionellen großen Brennblasen aus Messing etwas sakrales an sich. Mancher Brenner meint sogar, die Form sei wichtig für den Geschmack – ein Punkt der bislang wissenschaftlich nicht geklärt werden konnte. Um hochprozentigen Whisky zur Lagerung zu destillieren durchläuft die Maische zwei Destillationen, bei irischem Whisky traditioneller Weise sogar drei. Das erste Destillat hat meist einen Alkoholgehalt von um die 20, das zweite, nun konzentrierte und mit verdichteten Aromen glänzende Destillat meist zwischen 65 und 75%.
  6. Lagern: Das Destillat wird nun – manchmal mit etwas Wasser versetzt, häufig aber in Brennstärke – zum Reifen in Holzfässer gefüllt. Je nach Brennerei und Whisky folgt später noch ein Umfüllen in kleinere Eichenfässer, in denen vorher schon andere Alkoholarten gereift wurden. Das verleiht dem ganzen dann den „besonderen Schliff“. Im Fachjargon sagt man auch „Finish“ dazu. Beliebt sind neben Ex-Bourbon, Sherry- und Portweinfässchen auch Madeira, Bordeaux und Weißweinfässer. So ein Finish ist zwar aufwendig, verleiht den Whiskys aber noch einmal die benötigte Individualität im Geschmack. Während der Lagerung verdunstet pro Jahr zwischen 0,5 und 1 Prozent des Inhalts eines Eichenfasses durch die Poren, der so genannte „angel´s share“ - der Anteil für die Engel. Mit ein Grund warum ältere Whiskies mit den Jahren um ein vielfaches teurer sind.