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Tequila & Mezcal - Nationalgetränke Mexikos

Aye Caramba! Tequila kennt wahrscheinlich jeder. Vor allem die Sorte mit dem roten Sombrero obendrauf, mit Salz und Zitronenscheibe serviert und runter damit. Vor allem: runter damit. Denn so richtig genussvoll pur genießen lässt sich dieser spezielle Tequila aus dem Supermarkt kaum. An sich ist der aus dem Herzen der blauen Agave (Agave tequilana Weber) gebrannte Tequila eine besondere, klassifizierte Art des Mezcal, ja, das ist der Schnaps mit dem Wurm drin – ein Marketing Gag aus den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts übrigens und keinesfalls notwendig. Eigentlich müsste der Text hier also von Mezcal handeln – dem Oberbegriff für aus Agaven gebrannte Spirituosen aus Mexiko.

Allerdings ist diese enge Verwandtschaftsbeziehung zwischen dem hierzulande weit verbreiteten Tequila und dem Mezcal, den man außer in spezialisierten Geschäften lange Zeit mit der Lupe suchen musste, kaum bekannt. Das liegt auch an der industriellen Produktion von Tequila, wohingegen Mezcal bis heute viel in kleinen Mengen von Bauern und Kooperativen selbst gebrannt werden.

Insbesondere seit den 90er Jahren haben sich aber ambitionierte mexikanische Entrepreneure dieser mexikanischten aller Spirituosen angenommen. So können wir heute auch hier in Europa leckere, häufig in kleinen Chargen und mit handwerklicher Sorgfalt hergestellte Mezcals genießen. Und die haben es geschmacklich wirklich in sich. So wie Premium-Tequilas, von denen – endlich, möchte man meinen – inzwischen auch mehr aus Mexiko importiert werden, als früher.

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