Der perfekte Pisco Sour: 10 Dinge, die Ihr wissen solltet

Der Supersommersonne-Sour aus Peru & Chile

Urlaub in Südamerika, anyone? Also genau jetzt, ganz spontan. Ist nicht drin? Denkt Ihr vielleicht – aber Chile und Peru sind nur einen Pisco Sour weit weg. Dieser exotische Cocktail ist nicht nur wahnsinnig erfrischend und unglaublich fruchtig, sondern auch ziemlich einfach zuzubereiten. Zumindest, wenn man ein paar frische Limetten und eine gute Flasche Pisco auftreiben kann. Die findet Ihr bei uns im Shop – und zusätzlich zeigen wir Euch heute …

  • ... wie Ihr einen authentischen Pisco Sour mixt
  • ... warum der Pisco Sour der Nationalcocktail gleich zweier Länder ist
  • ... was Pisco eigentlich genau für eine Spirituose ist

Eine kleine Warnung aber vorab: Wir übernehmen keine Garantie dafür, dass Euch nach Eurem ersten Pisco Sour nicht doch noch das Fernweh packt und Ihr direkt den Spontantrip nach Lima bucht.

1. Was ist ein Pisco Sour?

Ein Pisco Sour ist ein irre cremiger aber gleichzeitig superfresher Cocktail mit Limettensaft, Zucker, Angostura Bitters und Eiweiß. Keine Panik, wer vegan lebt oder einfach keine Lust auf rohes Ei hat, für den gibt’s weiter unten Alternativen. Die Spirituose, die Ihr für einen Pisco Sour braucht, heißt – Überraschung – Pisco. Der stammt aus den Ländern Chile & Peru und wird aus Trauben hergestellt.

Also aus frisch geernteten, saftig-süßen ganzen Früchten. Nicht aus Traubenresten wie der italienische Grappa, mit dem Pisco oft verglichen wird. Deshalb riecht und schmeckt Pisco, als würde man in eine riesige Schale Weintrauben eintauchen – und genau das transportiert dieser exotische Spirit dann auch in den Pisco Sour.

2. Wie schmeckt ein Pisco Sour?

Zuerst ist da dieser spannende Duft der Angostura Bitters, die nur tröpfchenweise oben auf den Drink gegeben werden. Würzig, mit Aromen von Zimt und Nelken. Für eine Millisekunde denkt man an Weihnachten, dann läutet der cremige Schaum mit seinem süßsauren Limetten-Flavour den Sommer ein. Noch während das samtige Topping mit Euren Lippen schmust, feiert der eiskalte Drink schon eine wilde Party auf Eurer Zunge.

Sofort spürt Ihr die kräftige Säure, die schnell von der Süße des Sirups und der wahnwitzig intensiven Fruchtigkeit des Pisco eingesammelt wird. Diese intensiven Trauben-Noten bleiben minutenlang im Mund – also würden sie zumindest, wenn man nicht direkt den zweiten Schluck aus diesem Glas voll flüssiger Sonne nehmen müsste.

"Für eine Millisekunde denkt man an Weihnachten, dann läutet der cremige Schaum mit seinem süßsauren Limetten-Flavour den Sommer ein."

3. Woher stammt der Pisco Sour – aus Peru oder Chile?

Um die richtige Antwort auf diese Frage kloppen sich Chilenen und Peruaner schon seit knapp einem Jahrhundert. Für beide Länder ist der Drink und auch Pisco selbst wirtschaftlich und kulturell irre wichtig – Peru hat ihm mit dem Nationalen Tag des Pisco an jedem vierten Sonntag im Juli und dem Nationalen Pisco Sour-Tag am ersten Samstag des Februars sogar ganze zwei Feiertage gewidmet.

Auch, wenn beide Länder fantastische Piscos brennen, der erste Pisco Sour wurde in der peruanischen Hauptstadt Lima gemixt. In den 1920ern entwickelte ihn der Bartender Victor Morris als Twist auf den Whiskey Sour. Von seiner Morris' Bar aus verbreitete sich der Drink dann über die gesamte Welt und machte damit auch den Pisco außerhalb von Südamerika bekannt. Zwar gibt es noch diverse andere Stories rund um die Entstehung des Drinks, diese gilt jedoch inzwischen als Cocktail-historisch gesichert.

4. Wie mixt man einen Pisco Sour?

Das Geheimnis eines guten Pisco Sour ist nicht nur diese wunderbare Schaumkrone, sondern auch die perfekte Balance zwischen Süße und Säure. Mit unserem Rezept seid Ihr was das angeht auf der sicheren Seite – und auch den perfekten Schaum bekommt Ihr mit unseren Tricks mühelos hin.


Zutaten für den Pisco Sour

• 60 ml Pisco

• 30 ml frischer Limettensaft

• 30 ml Zuckersirup

• 1 Eiweiß

• Eiswürfel

Garnish

Angostura Bitters oder alternativ Zimt

Tools

Shaker, Strainer, Jigger

Glas

Coupé


Zubereitung

Schritt 1

Alle Zutaten außer dem Eis in den Shaker geben, das Eiweiß als Letztes.

Schritt 2

Alles zusammen zunächst einmal ohne Eis für 20 Sekunden shaken. Dieser „Dry Shake“ sorgt für den Schaum. Darauf achten, dass der Shaker fest zu ist, ohne Eis darin geht er leichter auf.

Schritt 3

Noch einmal für 20 Sekunden kräftig shaken, diesmal mit Eis.

Schritt 4

In ein gekühltes Coupé-Glas ohne Eis abseihen. Mit ein paar Tropfen Angostura Bitters garnieren, wer die nicht hat, nimmt eine Prise Zimtpulver.

Schritt 5

Genießen – und dabei den Südamerika-Urlaub planen.

5. Welchen Pisco nehme ich für meinen Pisco Sour?

Die Bandbreite an verschiedenen Piscos ist riesig, je nach Traubensorte und Herstellung schmecken sie mal mild, mal kernig, aber immer intensiv-fruchtig nach Trauben. Prinzipiell eignet sich jeder Pisco für einen Pisco Sour, aber natürlich wirken sich die Unterschiede der Produkte auch auf den fertigen Drink aus. Wir setzen sehr gerne auf Barsol Quebranta – der wird aus der Quebranta-Traube hergestellt, ist wahnsinnig fruchtig, gleichzeitig aber wunderbar mild. Damit gerät der Pisco Sour intensiv-traubig, aber gleichzeitig wunderbar leicht. .

Wer auf einen gereiften Pisco setzt, bekommt einen Drink der dank leichter Holz-Noten mehr in die Richtung eines klassischen Whiskey Sours geht. Gereifte Piscos gibt’s übrigens nur in Chile, in Peru ist die Fasslagerung aufgrund eines Reinheitsgebots untersagt. Außerdem gibt’s noch Mosto Verde Piscos – bei denen werden die Trauben nicht ganz durchfermentiert. Was heißt das für den Pisco? Zum einen braucht man doppelt so viele Weintrauben für Herstellung, ganze 12 bis 14 Kilo pro Liter Pisco statt 7. Zum anderen hat das fertige Produkt eine leichte Restsüße und ein außergewöhnlich traubentastisches Aroma. Ein Mosto Verde-Pisco Sour ist entsprechend geradezu absurd fruchtig – das müsst Ihr probiert haben, um es zu glauben.

6. Muss das mit dem Eiweiß sein – oder gibt’s da Alternativen?

Klar, Eier die kurz vorm Ablaufdatum stehen, solltet Ihr Euch nicht roh in den Drink schütten. Aber frisches Eiweiß von glücklichen Bio-Hühnern ist für gesunde Erwachsene kein Gesundheitsrisiko. Wer sich trotzdem ekelt, vegan lebt oder ganz einfach das Eigelb nicht verschwenden will, für den gibt’s Alternativen. In Supermärkten finden sich inzwischen diverse vegane Eiweiß-Ersatzprodukte, die meist neutral schmecken und genauso gut schäumen wie Eiweiß. Die Dosierungs-Anleitung findet Ihr auf der Verpackung. Flüssigen, veganen Cocktail-Schäumer gibt’s übrigens auch, der wird meistens auf Algenbasis hergestellt.

Profi-Trick für alle Zero-Waste-Fans: Aquafaba, das Wasser aus Kichererbsen- oder Bohnen-Dosen. Das hat durch die Proteine aus den Hülsenfrüchten genau dieselben Eigenschaften wie Eiweiß und ist bis auf eine milde Umami-Note geschmacksneutral. Funktioniert übrigens auch mit dem Wasser aus der Mozarella- oder Burrata-Packung, ist dann aber natürlich nicht vegan.

"Profi-Trick für alle Zero-Waste-Fans: Aquafaba, das proteinreiche Wasser aus Kichererbsen- oder Bohnen-Dosen."

7. Wie bekomme ich den Pisco Sour so unglaublich cremig?

Der Dry Shake aus dem Rezept oben ist der einfachste und sauberste Weg, um eine wunderschön-fluffige Schaumhaube auf den Pisco Sour zu zaubern. Manchmal reicht das aber nicht – vielleicht ist es zu warm, vielleicht haben Eure starken Shaker-Arme heute mal einen schlechten Tag, eventuell ist Euer Eiweiß-Ersatz nicht ganz so stabil wie echtes Eiweiß. Ist uns alles auch schon passiert.

Was wirklich immer gelingt: Wer einen zweiten Cocktail-Strainer hat, der zieht davon die Metallfeder ab und wirft sie mit in den Drink. Die schäumt den Pisco Sour dann beim Shaken ganz von selbst ordentlich auf. Keinen zweiten Strainer zur Hand? Dann packt den elektrischen Milchaufschäumer aus und bearbeitet den Drink direkt nach dem Shaken kurz damit. Das sieht dann zwar schon ein bisschen nach Cheaten aus, interessiert aber angesichts einer verführerisch-samtigen Cremehaube niemanden.

8. In welchem Glas serviert man einen Pisco Sour?

In Peru bekommt man den Pisco Sour meistens in sehr kleinen Tumblern, in Chile oft in Champagner-Gläsern. Wichtig ist allerdings in beiden Ländern, dass der Drink, anders als ein Whiskey Sour ohne Eis serviert wird, damit die creamy Sensation nicht verwässert und dass Trauben-Aroma intensiv bleibt. Dafür haben sich hierzulande Coupégläser als beste Wahl herausgestellt, in den meisten Bars bekommt Ihr den Pisco Sour darin serviert.

Wer kleinere Tumbler hat, kann aber selbstverständlich auch die benutzen – nur sollten die dann auch so klein sein, dass der Drink noch gut darin aussieht. Probiert im Zweifel einfach aus, wie gut Eure Lieblingsgläser mit einem Pisco Sour gefüllt sind und entscheidet selbst.

"Serviert Eure Pisco Sours immer ohne Eis - sonst verwässert die creamy Sensation und das Trauben-Aroma."

9. Welche anderen Pisco-Cocktails sollte man probiert haben?

Ihr habt speziell für den Pisco Sour Eure erste Flasche peruanischen Traubenbrand bestellt und fragt Euch jetzt, was man aus dieser fruchtig-frischen Spirit-Entdeckung sonst noch für fantastische Cocktails herauskitzeln kann? Diese zwei hier findet Ihr in jeder Bar zwischen Lima und Chile de Santiago – und das aus gutem Grund.

Rezept für den Chilcano

Der beliebteste Highball in ganz Peru und Chile, wahnsinnig simpel und trotzdem eine absolute Sensation. Pisco trifft hier auf einen Hauch Limettensaft, eiskaltes Ginger Ale und ein paar Tropfen Angostura Bitters für etwas mehr Tiefe.

In Peru findet man den Drink an jeder Straßenecke als flüssiges Streetfood. Oft wird der Pisco dafür mit frischen Früchten der Saison infundiert wie eine Art Punsch. Dann bekommt man eine Schöpfkelle mit Pisco und Früchten in den Becher, Ginger Ale on top und genießt seinen Chilcano, während man sich nach etwas zu Essen umschaut.


Zutaten für den Espresso Daiquiri

• 60 ml Pisco

• 15 ml frischer Limettensaft

• Optional: 2 Spritzer Angostura Bitters

• Ginger Ale

• Eiswürfel

Garnish

Ingwerscheiben oder Limettenzeste

Tools

Jigger

Glas

Highballglas


Zubereitung

Schritt 1

Limettensaft, Pisco und Bitters zusammen auf viel Eis ins Highballglas geben.

Schritt 2

Ganz kurz umrühren und mit dem eisgekühlten Ginger Ale toppen.

Schritt 3

Mit Limettenzeste oder frischem Ingwer garnieren und genießen.

Rezept für den Pisco Punch

Der Pisco Punch ist im Prinzip ein Pisco Sour mit Ananas – zusätzlich zur Frucht aus Traubenbrand und der frischen Limette bekommt Ihr hier also noch eine Extraladung tropisches Obst. Was dabei herauskommt ist ein absoluter Wahnsinnsdrink, der so viel Sommerlaune verbreitet, dass Ihr damit im Winter den Schnee vor Eurer Haustür schmelzen könnt.

Entstanden ist der Cocktail im 19. Jahrhundert in San Francisco in der Bar Bank Exchange. Sein Erfinder Duncan Nicol benutzte damals eine geheime Zutat, die bis heute auch geheim geblieben ist. Man munkelt, das liegt daran, dass Koks drin war. Als Alternative schlagen viele Bartender roten Weinaperitif vor. Klingt gesünder – und ist auf jeden deutlich schmackhafter.


Zutaten für den Pisco Punch

• 60 ml Pisco

• Optional: 15 ml Roter Wermut

• 15 ml frischer Limettensaft

• 20 ml Zuckersirup oder besser noch Gomme-Sirup

• 5 Ananaswürfel (etwa 1x1 cm)

• Eiswürfel

Garnish

Ananasblätter oder -schnitz

Tools

Shaker, Strainer, Jigger, Finestrainer, Muddler

Glas

Großer Tumbler oder Highballglas


Zubereitung

Schritt 1

Ananasstücke im Shaker mit dem Muddler andrücken.

Schritt 2

Restliche Zutaten dazugeben und mit viel Eis etwa 20 Sekunden kräftig shaken.

Schritt 3

In ein Highballglass oder einen großen Tumbler auf frisches Eis doppelt abseihen, also durch den Strainer und einen Finestrainer oder ein Teesieb.

Schritt 4

Mit Ananasblättern oder Ananasschnitz garnieren und genießen.

10. Profi-Tipp: So mixt ihr 6 bis 10 Pisco Sours auf einmal

Pisco Sours sind irre tasty, wahnsinnig erfrischend und jeder, der einmal einen probiert hat, will noch einen zweiten. Wer sich also beim nächsten Get together mit den besten Drinking Buddies unbedacht einen davon mixt, steht schnell vor der schwierigen Frage: „Wie mixe ich jetzt auf die Schnelle 8 Pisco Sours für alle anderen?“.

Wer einen Mixer oder Thermomix zu Hause hat, hat dieses Problem in windeseile gelöst. Zunächst einfach die Zutaten für die gewünschte Anzahl Drinks in den Mixer geben. Aber Achtung, in dieser Variante reicht ein halbes Eiweiß pro Pisco Sour. Anschließend noch ungefähr ½ Glas Eis pro Cocktail hinterherschütten. Kräftig durchmixen, bis sich das Eis komplett im Drink aufgelöst hat. Auf Gläser verteilen, fertig. Diese Easy-Peasy-Limey-Squeezy-Variante des Pisco Sour ist einen Ticken leichter als das Original, aber mindestens genauso fruchtig-frisch. Vor allem aber habt Ihr im Mixer eine Garantie auf absoluten Traumschaum auf jedem einzelnen Pisco Sour.

"Diese Easy-Peasy-Limey-Squeezy-Variante des Pisco Sour ist einen Ticken leichter als das Original, aber mindestens genauso fruchtig-frisch."

Auf den Pisco-Geschmack gekommen?

Pisco ist hierzulande noch immer nicht besonders bekannt und fehlt in vielen Home Bars zwischen Rum, Gin, Whiskey und Vodka. Aber wie Ihr jetzt wisst, lohnt sich eine Flasche des südamerikanischen Traubenbrands, wenn man auf erfrischende und fruchtige Drinks steht. Aber wusstet Ihr schon, dass es auch viele klassische Cocktails in Pisco-Varianten gibt? Wie wär’s zum Beispiel mal mit einem El Capitan, dem peruanischen Pisco-Manhattan? Oder probiert doch mal einen Pisco-Martini mit Eurem Lieblings-Wermut. Grenzen? Kennt Pisco nicht – wie wäre er wohl sonst das flüssige Nationalheiligtum von gleich zwei Ländern geworden?

Pisco Sour-Zutaten & Zubehör zum bestellen:

AUSVERKAUFT
AUSVERKAUFT
AUSVERKAUFT
AUSVERKAUFT

AUSVERKAUFT
AUSVERKAUFT
AUSVERKAUFT
AUSVERKAUFT

Einen Kommentar hinterlassen

Bitte beachte, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen

x