Die perfekte Margarita: 10 Dinge, die ihr wissen solltet

Der einzige Margarita-Artikel, den ihr jemals brauchen werdet.

Die Margarita ist der vielleicht meistunterschätzte Cocktail der Welt. Seine Hauptzutat: die meistunterschätzte Spirituose der Welt, Tequila. Ihr könnt uns hier und heute helfen, das zu ändern, denn wir lieben guten Tequila und wir glauben, Ihr werdet es auch. Spätestens, nachdem Ihr einen ersten Schluck von dieser süß-sauer-salzigen Geschmacksexplosion der dritten Dimension genommen habt. Nicht umsonst ist dieser Drink nach einer wunderschönen Frau benannt – deswegen auch „Die Margarita“. Wir zeigen euch in diesem Artikel:

  • Wir ihr euch langsam an das Aromenwunder Margarita herantastet.
  • Woran ihr wirklich guten Tequila erkennt und warum "Mit Salz und Zitrone" outdated ist.
  • Mit welchen überraschenden Varianten ihr auch eure Freunde überzeugt.

Danach wisst ihr nicht nur, was eine „echte Margarita“ ist, sondern auch, wie ihr sie selbst mixt – und wie ihr euch in jeder guten Bar als wahrer Tequila-Connaisseur beweist. Vielleicht sagt ihr jetzt „Ne, lasst mal – mit Tequila bin ich durch.“, aber vertraut uns: Wahrscheinlich habt ihr noch nie eine echte Margarita getrunken – sie ist der Drink, der eure Sicht auf die Agaven-Spirituose aus Mexiko für immer verändern wird.  

1. Was ist eine Margarita?

Die Margarita ist wie der Whiskey Sour ein - genau - Sour, noch exakter gehört sie zur Kategorie der New Orleans Sours; Sour-Cocktails, die aus einer Spirituose, Orangenlikör, sprich Triple Sec oder Dry Curaçao, und Zitrussaft bestehen. In diesem Fall ist die Spirituose der Tequila. Weil in diesen Drinks außer dem Likör kein Zucker zu finden ist und sie zu mehr als zwei Dritteln aus Spirituosen bestehen, sind sie kräftig und sauer. Das ist vielleicht auch der Grund, warum man nur in wirklich guten Bars eine echte Margarita bekommt: sie ist eher was für die erfahrenen Genießer – und dazu gehört ihr schließlich auch, oder? In Happy Hour-Läden und den meisten Diskotheken hält man sich dagegen eher an die massentauglicheren Frozen Margaritas.

2. Was ist der Unterschied zwischen Margarita und Frozen Margarita?

Auch, wenn ihr den Namen vielleicht noch nie gehört habt – gesehen habt ihr die Frozen Margarita schon öfter und wenn’s nur im TV war. Sie wird einer Slushy-Maschine oder im Mixer gemacht, ist knallbunt und kommt in diversen Flavors daher – dieser Drink ist halb Cocktail, halb Sorbet. Wenn ihr auf einer Karte mal „Strawberry Margarita“ lest, handelt es sich dabei so gut immer um eine Frozen Margarita. Diese Drinks sind im Urlaub pure, halbflüssige Lebensfreude: am Strand, am Pool, in der Sonne gibt es für uns wenig Schöneres als eine eiskalte Frozen Margarita in der Hand. Trotzdem solltet ihr wissen, dass die Frozen-Variante mit der klassischen Margarita nicht viel zu tun hat.

"Dieser Tequila-Cocktail ist außergewöhnlich aromatisch, selbst eine Minute nach dem letzten Schluck werdet ihr noch die Frische am Gaumen fühlen."

3. Wie schmeckt eine Margarita?

Eine gut gemachte Margarita ist eine Geschmacksexplosion: Zuerst schmeckt ihr das Salz des sogenannten Rims, dem Salzrand des Glases. Dann kommt die Säure der Limette, die milde, kaum wahrnehmbare Orangensüße vom Triple Sec und zuletzt der würzige Tequila mit seinen intensiven, erdigen Agaven-Noten. Dieser Tequila-Cocktail ist außergewöhnlich aromatisch, selbst eine Minute nach dem letzten Schluck werdet ihr noch die Frische des Drinks am Gaumen fühlen. Falls überhaupt eine Minute zwischen zwei Schlucken vergeht, versteht sich.

Waldemar salzt eine Coupé für eine Margarita.
Eine Limette wird in den Shaker ausgepresst.
Waldemar doublestrained die Margarita ins Glas.
Waldemar verkostet die soeben gemixte Margarita.

4. Wie mixt man eine Margarita?

Um eine Margarita zu mixen, solltet ihr zunächst das Glas mit dem Salzrand vorbereiten. Am besten eignen sich lockere Meersalzflocken, die haben ein tolles Mundgefühl und sehen fancier aus als normales Salz. Wie genau das Salz jetzt ans Glas kommt? Verraten wir euch natürlich im Rezept:

Zwei Margaritas mit Don Julio Tequila.

Margarita-Rezept

• 6 cl Tequila - wir empfehlen Don Julio Blanco

• 3 cl frischer Limettensaft

• 2 cl Triple Sec

Garnish: Salzrand

Zubereitung:

Tools: Shaker, Strainer, Jigger

Glas: Coupé

1: Zwei Barlöffel Salz auf einen Teller geben, den Rand eines Coupé-Glases mit einer halbierten Limette einreiben. Mit Salz benetzen und frosten.

2: Zutaten mit Eiswürfeln in den Cocktailshaker geben.

3: Kräftig shaken, etwa 15 Sekunden lang.

4: Drink in das Glas abseihen.

Durch das Frosten des Glases bleibt der Cocktail länger kühl und der Salzrand bleibt besser haften - da reichen schon wenige Minuten. Vor allem für ein tolles, eiskaltes Gefühl an den Lippen macht sich eine halb Stunde bis Stunde aber noch besser.

5. Warum hat die Margarita einen Salzrand?

Der Salzrand ist das bekannteste Merkmal der Margarita. Zwar gibt es diverse Cocktails mit einem solchen Rim, aber bei keinem steht er so stellvertretend für den Drink. Der Gedanke dahinter ist simpel: Weil dieser Drink so sauer ist, muss man seine Säure abmildern – Salz ist dafür eine gute Option. Je nachdem, wie sauer eure Margarita daherkommt, könnt ihr eure Lippen bei jedem Schluck an einer anderen Stelle auf dem Glasrand platzieren, um immer ein wenig Salz mitzunehmen – oder eben immer von derselben Stelle trinken, wenn es euch zu salzig wird.

Klugscheißer-Wissen: Bei einem anderen New Orleans Sour, dem Sidecar mit Cognac als Basis-Spirituose, mildert man die Zitronensäure manchmal mit einem Zuckerrand. Das schmeckt auch – aber es hat nicht die einzigartige Dreidimensionalität aus süß, sauer, salzig.

"Ein guter, authentischer Tequila besitzt vielseitige Aromen und rinnt butterweich die Kehle hinunter."

6. Wieso mixt man die Margarita mit Tequila?

Das weiß heute niemand mehr genau – als der Drink in den 1930er-Jahren nach der Prohibition aufkam, war die Rezeptur der heutigen schon sehr ähnlich und wurde wohl an den Sidecar angelehnt. Das Aromenspiel des Rezepts passt aber auch hervorragend zu einem Agavendestillat. Klar, viele von uns kennen den Tequila noch als den Genickbrecher von früher, der nur mit Zitrone und Salz irgendwie runterzubekommen war. Aber ein guter, authentischer Tequila besitzt vielseitige Aromen und rinnt butterweich die Kehle hinunter. Manche Tequilas besitzen Noten von Paprika, Gräsern, Pfeffer und natürlich Agave in unterschiedlichsten Ausprägungen.

Waldemar mit einer Flasche Don Julio Blanco und einer Margarita.

7. Welcher Tequila passt zu einer Margarita?

Wichtig ist, dass ihr euch einen Tequila mit der Aufschrift „100% de Agave“ besorgt. Nur der ist ausschließlich aus der Blauen Weber-Agave gebrannt. Andere Tequilas nennt man „Mixtos“, diese müssen nur zu mindestens 51% aus der Agave bestehen – der Rest kann Zuckerrohr, Getreide oder was auch immer sein. Die ungezügelte Agaven-Power gibt’s aber nur mit 100% Agave.

Klassisch mixt man die Margarita mit einem hochwertigen, ungereiften Tequila – je nach Marke nennt man den auch weißen Tequila, Silver Tequila oder Blanco Tequila. Der Vorteil eines ungereiften Tequilas ist seine Kraft und die unverfälschten, erdigen Agaven-Noten. Dem gegenüber stehen die fassgereiften Tequilas, die man auch als Gold Tequila, brauner Tequila oder je nach Alter als Reposado, Añejo oder Extra Añejo kennt. Die besitzen meist etwas weniger Agaven- dafür Vanille- und Holznoten aus den Fässern. Sie eignen sich besonders für mildere Drinks wie die Buttermilch Margarita, die ihr weiter unten findet.

Mit der edlen, wuchtigen Flasche stellt ihr in eurer Homebar klar: Hier trinkt man keinen Tequila – hier genießt man ihn."

Für eine Kalibrierungs-Margarita empfehlen wir ausdrücklich einen ungereiften Tequila. Unsere Wahl fällt auf Don Julio Blanco. Dieser weiße Tequila hat eine angenehme Balance aus aromatischer Kraft und seidigweichem Mundgefühl sowie eine leichte Agavensüße, die ausgezeichnet zur Margarita passt.

Mit der edlen, wuchtigen Flasche stellt ihr in eurer Homebar außerdem klar: Hier trinkt man keinen Tequila – hier genießt man ihn. Den Don Julio Blanco gönnen wir uns nämlich auch gerne pur, ganz ohne Salz und Zitrone.

Zwei Margaritas mit Don Julio Blanco Tequila.

8. In welchem Glas serviert man Eine Margarita?

Falls ihr gehofft habt, euren Drink aus einem dieser gigantischen Margarita-Pokale schlürfen zu können, tut euch keinen Zwang an. Authentisch ist das aber nicht, geschweige denn empfehlenswert. Diese Coupé-ähnlichen Gläser sind auf Frozen Margaritas ausgerichtet und haben ein riesiges Fassungsvermögen.

Eine Margarita mit Salzrand.

Mixt ihr euren Drink nach unserem Rezept, füllt er so ein Glas höchstens zur Hälfte. Normalerweise serviert man eine Margarita wie von uns beschrieben im Coupé, in dem ihr zum Beispiel auch euren Manhattan bekommt.

Weil einige beliebte Varianten aber im Tumbler auf Eis serviert werden, gibt es diese Variante inzwischen auch bei der Original-Margarita. Der Drink ist dadurch etwas leichter und gefälliger. Wenn er euch so besser schmeckt, gönnt euch.

9. Welche Margarita-Varianten gibt es?

Wie immer bei sehr einfachen Klassikern gibt es Dutzende Varianten des Rezepts. Zwei Twists haben sich in den letzten Jahren als unsere Lieblinge herauskristallisiert:

Rezept für Tommy's margarita

• 6 cl Tequila - wir empfehlen Don Julio Blanco

• 3 cl frischer Limettensaft

• 1,5 cl Agavendicksaft

Garnish: Limettenzeste

Zubereitung

Tools: Shaker, Strainer, Jigger

Glas: Tumbler

1: Alle Zutaten mit Eiswürfeln in den Cocktailshaker geben.

2: Kräftig shaken, etwa 15 Sekunden lang.

3: Drink in einen Tumbler mit frischen Eiswürfeln abseihen.

4: Mit einer Limettenzeste garnieren.

Der wohl bekannteste Margarita-Twist weltweit ist Tommy’s Margarita. Die stammt aus Tommy’s Mexican Restaurant in San Francisco und statt Orangenlikör kommt Agavensirup in den Shaker, serviert wird der Drink auf Eiswürfeln im Tumbler.

Kleine Ursache, große Wirkung; durch diese winzigen Änderungen wird Tommy’s Margarita deutlich gefälliger, sie benötigt keinen Salzrand. Obendrein besitzt sie etwas mehr Süße und zeigt dank des Sirups noch mehr Agaven-Aromen als das Original. Die Tommy’s-Version gefällt vielen Genießern, die mit einer „normalen“ Margarita nichts anfangen können.

Eine Buttermilch Margarita mit Don Julio Reposado

Rezept für Buttermilch Margarita

• 5 cl Gereifter Tequila - wir empfehlen Don Julio Reposado

• 3 cl Buttermilch

• 2 cl frischer Limettensaft

• 1 cl frischer Zitronensaft

• 2 cl Agavendicksaft

• 1 Barlöffel Quittengelee

 

Zubereitung:

Tools: Shaker, Strainer, Jigger

Glas: Tumbler

1: Alle Zutaten außer der Buttermilch in den Shaker geben, kräftig umrühren.

2: Buttermilch und Eis dazugeben und kftig shaken.

3: Drink in ein gefrostetes Coupé-Glas abseihen.

4: Nach Wunsch mit einer Limettenzeste garnieren.

Die Buttermilch Margarita ist vor allem in Deutschland sehr beliebt. Kein Wunder, sie kommt von hier. Genauer gesagt kommt sie aus unserer Heimat Hamburg, wo die wundervolle Betty Kupsa damit vor ein paar Jahren einen modernen Klassiker erfunden hat, der auf sehr spannende Art mit gereiftem Reposado Tequila spielt. Das Rezept aus Buttermilch, der Kombination von Limetten- und Zitronensaft und Gelee wirkt auf den ersten Blick seltsam, wissen wir. Aber glaubt uns einfach, die Zutatenkombo verleiht dem Drink eine wundervolle Cremigkeit und eine einzigartige, angenehme Säure. Selbst, wenn ihr sonst keine Buttermilch mögt.

Eine Buttermilch Margarita wird insGlas gestrained.
Eine Buttermilch Margarita mit Don Julio Reposado.

10. Wissen zum Glänzen: Woher stammt die Margarita?

Wenn ihr euch in eurer Lieblingsbar über einen fast 100 Jahre alten Cocktail unterhalten möchtet, hilft etwas Historie. Daher hier der kurze Geschichts-Exkurs: Bei der Margarita sind sich die Experten uneinig, wer sie erfunden hat. Die bekannteste Geschichte geht auf Carlos „Danny“ Herrera aus dem Restaurant Rancho La Gloria in Mexico zurück.

Er erzählte, er hätte den Drink für die Tänzerin Marjorie King entwickelt, woraus sich später auch der Name „Margarita“ ableitete. Das erste Mal erwähnt wurde die Margarita aber 1937 in der Rezeptsammlung des Bartenders William J. Tarling, damals nannte er den Drink allerdings „Picador“. Ihren endgültigen Namen bekam die Margarita erst in den 50ern, als sie weiträumig bekannt wurde. Bis dahin hieß sie unter britischen Kennern eben Picador und in den USA schlicht Tequila Sidecar.

"Wenn ihr euch in die Margarita verliebt habt, wird es Zeit für die Profi-Variante – die Mezcal Margarita."

Immer noch Angst vor Tequila? Geht es langsam an!

Durst bekommen? Wir hoffen, wir konnten mit diesem Artikel das eine oder andere Jugend-Trauma in Zusammenhang mit Tequila auflösen und ihr seid bereit, diesem fantastischen Drink noch eine Chance zu geben. Unser Tipp, falls ihr noch immer Bedenken habt: Steigt mit einer Tommy’s Margarita ein – die ist leichter zugänglich als das Original. Steigert euch von dieser langsam zur klassischen Margarita im Coupé-Glas. Wenn ihr euch in die verliebt habt, wird es Zeit für die Profi-Variante für echte Agaven-Liebhaber – die Mezcal Margarita. Traut ihr euch?

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